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Mitte, Bahnhof Friedrichstraße (4.6.2012)

Hans-Jürgen M. schreibt am 10.6.2012:

"Heute habe ich Ihren Flanierbericht 'Berlins gefühlte Mitte' gelesen. Es ist echt interessant, meinen 'Hobby'-Bahnhof mal mit anderen Augen zu sehen. Offensichtlich schaut man doch an vielen Sachen vorbei. Oder sie sind eben da, spielen aber beim Beobachter keine Rolle.

Schön , dass Sie Brademann entdeckt haben. Brademann ist meiner Meinung nach neben Grenander der interessanteste Verkehrsbau-Gestalter Berlins.

Hintergrundinformation zum Text: Das Breitspurgleis im Bhf. Friedrichstraße gab es tatsächlich - auch wenn einige das anzweifeln , immerhin sind es bis Brest 800 km. Es lag definitiv vom 28.Juni bis zum 20.September 1945 (erster /letzter Zug) in Friedrichstraße . Allerdings wurde es nicht extra für Stalin gebaut – so schnell geht Eisenbahnbau nicht - sondern bereits während des Krieges als Versorgungslinie der vorrückenden sowjetischen Truppen, so zusagend immer hinter der Front her. Endpunkt war der Schlesische Bhf. (Ostbahnhof). Stalin hat es also 'nur' genutzt, als er zur Potsdamer Konferenz fuhr.

Intershops : Zwei …. Nee , sieben im Inneren des Bahnhofs. Plus zwei zeitweilige Verkaufswürfel. Die Anzahl änderte sich im Laufe der Zeit öfters mal. (Und sie waren bei der Transportpolizei sehr beliebt, da ständige Quelle von Arbeit…. ). Außen, in der Georgenstraße, waren auch noch welche.

Tränenpalast: offiziell 'Ausreisehalle' – der Name sagt`s schon : Ausreise. Die Einreise war im Inneren des Bahnhofs. Kontrollorgane: Schöööne Aufzählung, hört sich richtig toll an. Aber: Trapo gleich Innenministerium (Gehörte tatsächlich dazu - und war die einzige Einheit des MdI auf dem Bahnhof). PKE ist MfS ! Ja,Ja ! Kontrollfunktion im Bezug Aus- und Einreise hatten übrigens nur PKE und Zoll !

Kontrollfreie Schleusen: Nur zwei? Also eine war im Eingang zum Trapo-Revier, eine im Diensteingang hinter der Ausreise zur S-Bahn hin. Eine ging durch den Toiletteneingang im ehemaligen Bahnhofsfrisör-Salon, da kommt wohl das Gerücht mit dem Geheimübergang in der Toilette her! Es gab noch mehr, und Kontrollfrei –na ja.

Resümee: Hat Spaß gemacht, Ihren Bericht zu lesen. Es gab einen Moment, in dem ich mir gesagt habe, hättest mal mitgehen sollen. Ach so---Danke für die Lobende Erwähnung."

Der Bericht steht hier Berlins gefühlte Mitte


Neukölln, Gropiusstadt (1.3.2011)
Lichterfelde, Lilienthalpark (16.7.2012)