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Eine Straße verändert ihr Gesicht


Stadtteil: Mitte
Bereich: Chausseestraße
Stadtplanaufruf: Berlin, Ida-von-Arnim-Straße
Datum: 25. September 2017

Dies ist der 600. Bericht, wir haben eine Landmarke des Flanierens in der Stadt erreicht: Stadtforschung zu Fuß auf 600 Routen durch Berlin.

Heute nehmen wir uns ein besonderes Ziel vor: Wir dokumentieren die Veränderung der Chausseestraße durch Neubauten, seitdem der Bundesnachrichtendienst hier Quartier genommen hat. Im Jahr 2008 begann der BND, hier seine Zentrale zu errichten. Zu diesem Zeitpunkt erstreckten sich hunderte Meter Ödnis von der Invalidenstraße nördlich bis zur Liesenstraße. Noch bei unserem letzten Rundgang im Januar 2013 hatte sich das Bild wenig verändert. Gegenüber der Baustelle der Schlapphüte, auf der Ostseite der Chausseestraße, sahen wir riesige unbebaute Flächen.

Chausseestraßen-Brache
Nur einzelne Häuser standen noch, dazwischen gab es Baulücken und Brachen. Zwischen Zinnowitzer und Schwartzkopffstraße stand kaum noch ein Vorderhaus. Von der Wöhlerstraße bis zum ehemaligen Grenzübergang vor der Liesenstraße erstreckte sich die nächste Brache. Die rückseitig an die Friedhöfe in der Liesenstraße angrenzenden Bauten bildeten eine Ruinenstadt. Die Grenzer hatten die Bewohner vertrieben und hier ihren Postenweg angelegt. Ein Fuchs schaute uns interessiert an und schnürte dann davon. Als Neubauten waren vor vier Jahren lediglich das Titanic Hotel und das "Living 106" Apartmenthaus vorhanden.


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In dem tristen Umfeld wirkte die Schenke "Old Shanghai" wie eine Spelunke, zurückgeblieben aus dem Opium-Zeitalter und der Ära der Dschunken dieser chinesischen Stadt. Das tut dem Lokal wahrscheinlich bitter Unrecht, heute wird es jedenfalls von Besuchern als "einfach, klein und preiswert" beschrieben, "einmal im Jahr kann man es wagen".

Mehrere Höfe hintereinander: Mietskasernen?
Mietskasernen für die Begüterten? Es ist in der Chausseestraße typisch, dass die Neubauten sich hintereinander über mehrere Innenhöfe erstrecken und dabei insbesondere südlich der Schwartzkopffstraße noch Hinterhoffabriken verstecken, die aus dem Industriezeitalter übrig geblieben sind. Natürlich sind die Innenhöfe der Neubauten heute größer als 5,34 Meter im Quadrat, die früher eingehalten werden mussten, damit eine Feuerspritze gewendet werden konnte. Die hintereinander geschachtelten Höfe haben heute eine neue Wohnqualität. Sie sind geräumig, sind mehr Plätze als Höfe, hier ist es ruhig und Kinder können unbesorgt spielen, die Straße ist weit.

Südlich der Schwartzkopffstraße gehen alle Grundstücke weit in die Tiefe bis an das ehemalige Bahngelände des Stettiner Güterbahnhofs heran. Das Grundstück 30/31, auf dem heute das Titanic Hotel steht, hat eine lange Geschichte als Theater. Hier wurde 1883 die Operette "Eine Nacht in Venedig" von Johann Strauss unter lautem Miauen des Publikums uraufgeführt, heißt es doch im Text: "Nachts sind die Katzen ja grau, da tönt es zärtlich Miau Miau". Strauss hatte die Uraufführung nach Berlin vergeben, weil seine Frau ein Techtelmechtel mit dem Wiener Theaterdirektor pflegte. Das 1848 in der Chausseestraße gegründete Theater hatte im Lauf der Zeit mehrere Namen und Besitzer, zuletzt war es ein Kino, dann wurde es abgerissen. Später wurde auf dem Grundstück ein Luftschutzbunker gebaut.

Hinterhoffabriken
Ein schmaler Durchgang neben dem Neubau Chausseestraße 49 führt zu der Hinterhausfabrik Nr.48, die mit zwei Gebäuden weit hinten im Gelände einen Innenhof umschließt. Neben der Fabrik kann man bis zur rückwärtigen Pflugstraße durchgehen, da gibt es zwar keine Passage, aber miteinander verbundene Wege. Das ist einmalig, alle anderen Grundstücke in diesem Bereich sind rückwärtig geschlossen.

Südlich der Schwartzkopffstraße ist eine ganze Fabriklandschaft hinter den Neubauten verborgen. In die Feuerlandhöfe sind die Bauten der Secura-Werke von 1910 - einer Maschinenbauanstalt - als letzter Hof einbezogen. Der Hotelneubau Tryp verdeckt die Otis-Höfe, die korrekt Flohr-Höfe heißen müssten. Carl Flohr produzierte in dieser Fabrik Paternoster und Fahrstühle, auch die Aufzüge für den Funkturm und für das Stadtschloss. In den 1950er Jahren wurde sein nach West-Berlin verlegtes Unternehmen durch den amerikanischen Fahrstuhl-Erfinder Otis übernommen, es entstand "Flohr-Otis". In der Chausseestraße ist der Name Otis niemals aufgetaucht, im Gegenteil, Flohr bekämpfte den amerikanischen Konkurrenten.

Exerzierplatz, Kaserne, Sportstadion, Bundesnachrichtendienst
Links und rechts der Chausseestraße breitete sich um 1640 ein Heiden- und Waldgebiet aus, nach dessen Abholzung eine Sandwüste übrig blieb. Einen Kilometer vor dem Oranienburger Stadttor legte das Militär einen Exerzierplatz an, auf dem sich später das Garde-Füsilier-Regiment in einer Kaserne ("Maikäferkaserne") niederließ. Die angrenzende Habersaathstraße erinnert an den demonstrierenden Arbeiter, der während der November-Revolution 1918 vor der Kaserne erschossen wurde, er war das erste Opfer dieses Aufstandes.

Wegen der Entmilitarisierung nach dem Ersten Weltkrieg wurde aus der Militärkaserne eine Polizeikaserne. Die DDR verwandelte das Gelände in ein Sportstadion ("Walter-Ulbricht-Stadion"). Paradoxerweise konnten die Bürger das Stadion ab 1961 nicht mehr über den gleichnamigen U-Bahnhof erreichen, weil diese U-Bahnlinie seit dem Mauerbau als Geisterlinie ohne Halt hindurch fuhr. Als "Stadion der Weltjugend" sollte es später zur ost-westlichen Völkerverständigung beitragen. Nach der Wende war hier Olympia 2000 geplant, doch die Bewerbung der Stadt ging schief. Zurück blieb ein riesiges abgeräumtes Feld, auf dem wir 2006 die Abschlagsversuche von Golfern beobachten konnten.

Die weitere Geschichte ist bekannt. Ob in einer künstlich aussehenden Palme im Vorgarten der Schlapphüte eine Abhöranlage verborgen ist oder ob womöglich die angepflanzten Kiefern Lauschangriffe vornehmen, bleibt Geheimnis der Hausherren. Ein riesiger Findling hinter dem Zaun ist ein aus Blechen zusammengeschweißter Hohlkörper, der auf der Kante zu kippeln scheint. Er rostet sichtbar vor sich hin. Es handelt sich um Kunst am Bau, mit „sinnestäuschender steinerner Materialanmutung“, einen "deplatzierten Irrläufer", da wollen wir nicht nach vordergründiger Symbolik fragen.


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Eine offene Flanke glauben wir in der angrenzenden Ida-von-Arnim-Straße entdeckt zu haben. Das BND-Parkhaus ist offen und kann ohne Eingangskontrolle befahren werden.


Die Panke
Die Panke wird auf ihrem Weg zur Charité und zur Spree unter der Ida-von-Arnim-Straße hindurchgeführt. Dazu hat man eine weiße Röhre mit Wellblechcharakteristik unter der Straße hindurch gesteckt. Im angrenzenden Gelände kommt der Seitenarm aus einem abgebröckelten offenen Backsteinkanal und bildet dort ein Wasserloch. Hat man gedacht, es sei ja nur eine unbedeutende Seitenstraße, an der man den für einen Stadtteil namensprägenden Wasserlauf so schäbig behandelt?

Abwasserpumpwerk
An der Scharnhorststraße stand ein Pumpwerk aus der Epoche des Radialsystems Ende der 1860er Jahre. Damals brachten zwölf Pumpwerke die in unterirdischen Kanälen gesammelten Abwässer auf Rieselfelder außerhalb der Stadt. Das Werk an der Scharnhorststraße wurde durch einen Neubau an der Chausseestraße Ecke Ida-von-Arnim-Straße ersetzt. Hier arbeitet kein Mensch mehr, das Abwasserpumpwerk mit fünf Elektrokreiselpumpen wird von einer Leitzentrale in der Holzmarktstraße aus gesteuert.

Schauen wir uns die Neubauten in der Chausseestraße an, die für Wohnungen errichtet wurden, aber teilweise auch Büroflächen und manchmal Läden enthalten. Baulücken sind kaum noch vorhanden, sie werden nicht lange bleiben. Und manche Altbauten stehen so bedrängt zwischen (höheren) Neubauten, dass ihre Zeit wohl auch bald gekommen ist.

Die Hafenbar
Ein kleines Haus, hingeduckt zwischen Bauten mit Berliner Traufhöhe, das konnte nicht lange gut gehen bei dem Immobilienhype der Chausseestraße. In den 1920er Jahren als Tanzlokal eingerichtet, wurde das Etablissement zu DDR-Zeiten zu einem Leuchtturm der aufstrebenden Hauptstadt hochstilisiert. Als "Hafenbar" zeigte das Lokal maritime Zitate wie bemalte Bullaugen, Fischernetz, Sägefischkopf und ausgestopften Alligator. Mit Schlagerpartys wie „Stimmen in Aspik“ ging es nach der Wende weiter, bis die Abrissbirne kam. Im Moment ist der Rohbau zwei Stockwerke hoch, doch die Lücke zwischen den benachbarten Gebäuden wird er bald bis oben ausgefüllt haben.

Drei Hotelneubauten (Chausseestraße 30, 33 und 90)
Noch vor vier Jahren buddelten Bagger lustlos in einem Wasserloch vor den rückwärtigen Opernwerkstätten der Zinnowitzer Straße, in der Chausseestraße war als Straßenbebauung nur das Titanic-Hotel vorhanden. Inzwischen ist auch das Tryp-Hotel hochgezogen worden. Beide Hotels rahmen den Shanghai-Altbau ein, wie lange wird der noch stehen?

Wer denkt bei der Hotelbuchung gern an den Untergang? Das "Titanic" hat damit kein Problem, setzt bewusst auf diesen Namen und verspricht wie der Nachbar 4-Sterne-Komfort. Mit 3.000 Quadratmetern Wellness mit Pool, Sport und Saunen ist das Haus komfortabel ausgestattet, mindestens 99 Euro muss man pro Nacht bezahlen. Das Tryp mit 4 Sternen (57 Euro kostet die Übernachtung) gehört zum spanischen Melia-Konzern, der gegenüber dem Spreedreieck an der Friedrichstraße bereits ein 4-Sterne-Haus betreibt. Das Merika-Hotel schließlich am oberen Ende der Chausseestraße, Nr.90, sucht noch einen/eine "Director of Business Development". 4 bis 5 Sterne will man auch dort bieten, aber ganz fertig ist man noch nicht.

"Living Suites"
Wer nur zeitweilig in Berlin lebt, sein Business oder seine Lebensgestaltung führen ihn an verschiedene Ziele, wird nicht nur einen Doorman, sondern auch Reinigungsservice, Wäscheservice und Catering schätzen. Mit anderen kann er sich im "Community Space" wie Fitnessbereich, Dachterrasse oder Ruheoase im Innenhof-Garten wohlfühlen, das alles wird in den beiden Häusern Chausseestraße 106 und 108 geboten. Die Häuser hat derselbe Investor gebaut, der auch zwischen Schiffbauerdamm und Am Zirkus die "Wohnerlebnisse yoo inspired by Philipp Starck" als Luxus-Wohnprojekt errichtet hat.

Googles Satellitenbilder und die Wirklichkeit
In der aktuellen Satellitenansicht von Google Maps sieht man an der Chausseestraße vor der Schwartzkopffstraße eine ausgedehnte Brachfläche. Die Wirklichkeit sieht anders aus: Auf diesem Areal gehen gerade die Neubauten der Feuerlandhöfe in die letzte Phase, und die Wohnungen im "Sapphire"-Bau von Daniel Libeskind sind längst bezogen. Ein Stück weiter nördlich zeigt Google eine weitere Brache bis zur Rückseite der Friedhöfe in der Liesenstraße. Tatsächlich gibt es dort die gepflegten Innenhöfe mit umgebendes Bauten des "Garden Living". Die veralteten Luftbilder haben den Vorteil, dass man sich eine Vorstellung von der enormen Bautätigkeit in der Chausseestraße machen kann. Beim letzten Besuch im Zooviertel war mir bereits aufgefallen, dass Google in seinen Stadtansichten nicht mit der Wirklichkeit mithalten kann.

Feuerlandhöfe
Fast 400 Wohnungen entstehen in den "Feuerlandhöfen". In der Industriezeit waren die rauchenden Schornsteine von Borsig und anderen Eisengießereien an der Chausseestraße der Inbegriff von Fortschritt, die Berliner nannten die Gegend "Feuerland". Das Bauprojekt umschließt mehr Innenhöfe als früher manche Mietskaserne. Der fünf Grundstücke umfassende Baukomplex mit bis zu 200 Quadratmeter großen Wohnungen vermeidet endlose eintönige Fassadenflächen. Er setzt statt dessen auf kontrastierende Materialien und Farbkombinationen und zeigt ein abwechslungsreiches Bild durch die unterschiedliche Proportionen der verschiedenen Baukörper.

Garden Living
Vom ehemaligen Grenzübergang weit ins Gelände hinein bis zu den Friedhöfen an der Liesenstraße erstreckt sich das "Garden Living", das mit einer phantasievollen Gartengestaltung beeindruckt. Die Grünflächen und Wege gehen miteinander eine Symbiose ein, sind nicht durch Randsteine oder Vertiefungen voneinander getrennt. Die Übergänge sind fließend, mal erobert sich Grün einen Platz zwischen den Gehwegplatten, mal liegen Platten im Grün. Das setzt eine kompetente Pflege voraus, um diesen ungewöhnlichen Stand zu erhalten. Auch hier sind die Bauten abwechslungsreich und unterschiedlich gestaltet, von 10stöckigen Kopfbauten bis zu 7geschossigen Reihenhäusern sind viele Formen vertreten.


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Der Diamant von Libeskind ("Sapphire")
Nach Norden und Westen ausgerichtet, das ist nicht unbedingt die bevorzugte Wohnlage. Aber vielleicht gab es für Daniel Libeskind kein anderes Baugrundstück als die Ecke von Chaussee- und Schwartzkopffstraße. Die Ideen, die das Jüdische Museum zu einem eindringlich erlebten Bau machen, scheinen hier zitiert, ohne einen Sinn zu ergeben, fast karikierend. Das Vermeiden lotgerechter Flächen und rechter Winkel an einem Bau ist mit Mitteln der digitalen Architektur keine Kunst, sondern nur eine Handfertigkeit. Libeskind meint, ein Ebenbild zu Berlin geschaffen zu haben: "rau, hart, beständig, schroff und widerstandsfähig, also ganz so wie Berlin und die Berliner". Das also ist des Pudels Kern.

Es bleibt die Frage der Ästhetik, gefällt dem Betrachter das Gebäude, das aus einem Quader heraus zu explodieren scheint? Die reflektierende Oberfläche aus Titanium setzt jedenfalls einen Kontrapunkt zu den umgebenden Bauten. Eine weitere Rechtfertigung könnte man darin sehen, dass die eintönige "Regalarchitektur" durchbrochen wird, die bei den meisten Neubauten in Berlin um sich greift und sich auch noch auf Schinkel beruft.

The Mile, Wohnen am Pankepark
Zwei Neubauprojekte zeigen zur Chausseestraße nur eine relativ schmale Straßenfront, erstrecken sich aber weit in die Grundstückstiefe. "The Mile" Chausseestr.37 hat drei Innenhöfe, um die 270 Wohnungen gruppiert sind. Hier wird Concierge-Service angeboten, der ungehinderte Zugang zu den Höfen ist schon baulich versperrt.

Das "Wohnen am Pankepark" mit Hofgärten an der Chausseestraße 88 reicht bis zur Scharnhorststraße. Hier sind Mietwohnungen entstanden. "entspanntes Wohnen für Trendsetter", aber auf einen Anteil von Sozialwohnungen findet sich kein Hinweis.

Kaufpreise, Mietenspiegel
Für Libeskinds "Sapphire" konnten die Erwerber steigern, wie viel sie pro Quadratmeter ausgeben wollen. Der Makler erwartete aber mindestens 15.000 Euro pro qm. Für die "Living"-Apartments waren 5.000 Euro und mehr angesetzt. Auch "The Mile" vermarktet seine Wohnungen für mehr als 5.000 Euro pro qm. Beim "Garden-Living" gibt der Makler 4.600 Euro als durchschnittlichen Kaufpreis an, als Kaltmiete wird hier 14,30 Euro verlangt, im Penthaus 16,40. Am Pankepark inseriert der Makler eine Kaltmiete von 14,61 Euro. Bei den Feuerlandhöfen, die gerade bezugsfertig werden, sind es 17 Euro kalt. Dieser Teil der Chausseestraße rangiert damit auf Platz fünf der teuersten Wohngebiete Berlins, schreibt die MoPo, mit kurzem Abstand hinter Potsdamer Platz und Unter den Linden.

Beim offiziellen Berliner Mietspiegel 2017 ist diese Entwicklung noch nicht angekommen. Der südliche Bereich um die Invalidenstraße bis zur Habersaatstraße wird nachvollziehbar als "mittlere" Wohnlage ausgewiesen. Erstaunlich ist aber das Gebiet der Luxuswohnungen bis zur Liesenstraße hoch, sie sind im Mietspiegel nur "einfache" Wohnlagen. Was für ein Kontrast zur Wirklichkeit!

Innerhalb kurzer Zeit ist ein Luxusviertel entstanden, das die wenigen bewohnten Häuser aus früherer Zeit überrollt hat. Die Straßenbahn, die früher an der Schwartzkopffstraße endete, wendet jetzt am Hauptbahnhof. Für die Schlapphüte reicht der U-Bahnhof vor der Tür. Und wer die Neubauten bezahlen kann, hat nicht nur ein Fahrrad auf dem Hof, sondern auch ein Automobil in der Tiefgarage.


Zum Flaniermahl verlassen wir das Luxussegment und kehren in der Scharnhorststraße im "Esszimmer" ein, das mit "Premiumprodukten und Handwerk" wirbt, und das zu moderaten Preisen. Wir werden zuvorkommend bedient und sind mit Essen und Wein sehr zufrieden.

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Im Bericht angesprochene Themen finden Sie hier:
> Chausseestraße im Januar 2013: Hosenbandorden auf dem Hinterhof
> Friedhöfe Liesenstraße: Friedhof der Stenografen
> mehr über Mietskasernen: Mietskasernen und Hinterhöfe
> mehr über die Panke: Panke
> Google Maps und das Zooviertel: Coole Stadt für Investoren
> Pumpwerke und Radialsystem: Ostkreuz - Richtung Westkreuz

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... ACHTUNG, es folgen ZWEI Bildergalerien ...
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... und hier sind weitere Bilder ...
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