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Fanny Zobel und der Club Q3A


Stadtteil: Treptow
Stadtplanaufruf: Berlin, Fanny-Zobel-Straße
Datum: 2. August 2004

Durch die Fanny-Zobel-Straße, benannt nach einer von den Nazis vertriebenen Kommunalpolitikerin, nähern wir uns der Spree an den Allianz Treptowers. Hier, wo die drei durchlöcherten Molecule Man, eine 30 m hohe Stahlskulptur ein unübersehbares Zeichen gesetzt haben, sind Richtung Lohmühleninsel zwei Sommeraktivitäten entstanden: ein Sandstrand entlang dem Spreeuferweg, aber ohne Wasserzugang, und, ein Stück weiter, ein künstliches Schwimmbecken, das in der Spree schwimmt und dessen kristallklare Wasseroberfläche aus dem umgebenden Spreewasser herausragt. Der Sandstrand hat kaum Gäste, aber im Wasserbassin tobt das Leben. Der Background ist imposant, von der Oberbaumbrücke bis zum Fernsehturm am Alexanderplatz reicht der Blick. Die Arena-Veranstaltungshalle nebenan ist heute nur Kulisse, man vergnügt sich bei hochsommerlichen Temperaturen draußen.

Wir haben uns ein weiteres Ziel in der Nähe ausgesucht: den Treptower Park (1) und den Plänterwald (2). Der Treptower Park wird bereits seit 1876 als Volkspark genutzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste die Spiel- und Erholungswiese in Form eines Hippodroms dem russischen Ehrenmal weichen, "Die Heimat wird ihre Helden nicht vergessen" ist das Thema der monumentalen Anlage, deren Ehrenmal "von einem 70 Tonnen schweren Sowjetsoldaten aus Bronze mit gesenktem Schwert gekrönt wird. Auf seinem Arm trägt der Soldat ein gerettetes deutsches Kind und zu seinen Füßen liegt ein zerschmettertes Hakenkreuz".

Der Plänterwald ist zur gleichen Zeit entstanden. Der Name, von plentern, d. h. lichten, abgeleitet verweist auf eine Waldnutzung, bei der Bäume verschiedener Altersklassen in buntem Gemisch durcheinander stehen. Nur die älteren und schlechten Bäume werden herausgenommen, jüngere Gehölze nachgepflanzt. Gegenüber der Halbinsel Stralau hat das Segelschiffrestaurant Klipper festgemacht und wartet auf Gäste.

Wir entziehen uns diesem Anliegen und setzen über die Oberbaumbrücke auf die andere Spreeseite über, wo wir allerdings urbanes Leben vermissen. Das aus dem letzten Jahr bekannte Lokal Fischer hat nicht (oder nicht mehr) geöffnet und das Q3A nebenan ist kaum besucht. Es ist die Baubezeichnung für eine 70er "DDR-Platte", mit dem die Betreiber hier spielen, um eine Generation anzulocken, die vom Leben im Plattenbau meist allenfalls vom Hörensagen weiß. Doch das Essen ist gut, deshalb verzeihen wir, dass der Blick auf die Spree durch eine Reihe von Sonnenschirmen abgeschirmt wird.

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(1) Mehr über den Treptower Park: Treptower Park
(2) Mehr über den Plänterwald: Plänterwald

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Abendstimmung am Britzer Zweigkanal
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