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Dorf mit Schmiede und Windmühle


Stadtteil: Steglitz
Bereich: Lankwitz
Stadtplanaufruf: Berlin, Alt-Lankwitz
Datum: 9. Oktober 2007

Wir sind heute wieder den ländlichen Wurzeln der Großstadt auf der Spur und laufen von Alt-Lankwitz zum Gemeindepark und bis Lankwitz Kirche. Der alte Dorfkern von Lankwitz wird umrundet von vier Verkehrsadern: zwei vielbefahrenen Durchgangsstraßen (Kamenzer Damm, Kaiser-Wilheim-Straße), dem Teltowkanal und der S-Bahn nach Marienfelde. Trotzdem ist es hier still und beschaulich, verträumt liegt die Dorfaue mit der Kirche inmitten der kaum befahrenen Straße Alt Lankwitz. Die ehemalige Klosteranlage an dieser Straße wird jetzt von der katholischen Gemeinschaft "Chemin Neuf" genutzt. Daneben steht ein Gebäude im neoklassizistischen Stil, das einem Gutshaus ähnelt.

Bis 1900 war Lankwitz ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf, lediglich eine Schmiede und eine Windmühle (Mühlenweg !) waren vorhanden. Mit dem Bahnhof wurde wie in vielen anderen Dörfern um Berlin herum der Ort für die Städter attraktiv, eine Terraingesellschaft entwickelte es zum Wohngebiet, die Anlage einer Kanalisation und die Elektrifizierung förderten den Ausbau. Die im 13.Jahrhundert aus behauenen Granitsteinen errichtete Kirche wurde 1943 zerstört, aber nach dem Krieg wieder aufgebaut.

Die außerhalb des so schön von Verkehrsadern eingerahmten Dorfmittelpunktes liegenden Attraktionen bleiben heute unserem Blick verborgen. Es sind dies das Rathaus und der S-Bahnhof an der Leonorenstraße sowie die Siedlungen, die ab 1900 nach und nach in Lankwitz entstanden: das Komponistenviertel, nach seinem Initiator auch Rosenthalsches Viertel genannt, das Zietenmannsche Viertel (wegen seiner einfacheren Bebauung auch Klamottenviertel genannt) und das Thüringer Viertel (das etwas abseits liegt und deshalb auch den Namen Kleinkleckersdorf bekam).

Der Gemeindepark Lankwitz südlich der Paul-Schneider-Straße ist ein kleines Naherholungsgebiet mit Spielplatz und Sportplätzen, mit Vogelvolieren, Tiergehegen, einem See, einem Berg (12 Meter hoch) mit einem Ehrenmal für die Gefallenen des 1.Weltkriegs und mit einer Rodelbahn. Die Dreifaltigkeitskirche vorn an der Ecke Kaiser-Wilhelmstraße - umgangssprachlich Lankwitz Kirche genannt - wirkt noch heute sehr trutzig und überdimensioniert, wie muss das erst bei ihrer Errichtung im Dorf Lankwitz kurz nach 1900 gewesen sein.

Bei einem Italiener an der Leonorenstraße bekommen wir wohlschmeckende Pasta mit Pfifferlingen und Filetspitzen und einem Glas Weißwein serviert.

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nochmal Lankwitz finden Sie hier: Opfer müssen gebracht werden

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