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Mauerbau




Stadtbezirk: Mitte
Bereich: Brandenburger Tor
Stadtplanaufruf: Berlin, Potsdamer Platz
Datum: 5. November 2007

"Niemand hat vor, eine Mauer zu errichten". Wie jedes Dementi war auch dieser Satz von Walter Ulbricht kurz vor dem Mauerbau 1961 das halbe Eingeständnis einer ganzen Dummheit. Auch sein Nachfolger Erich Honecker hatte wenig wahres zu berichten, als er sagte "Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf". Diese Art von Sozialismus wurde aufgehalten, und die Mauer wurde errichtet und wieder abgerissen.

Oder? Vor dem Brandenburger Tor ist eine neue Mauer errichtet worden. In historischer Höhe, aber nur 22 Meter lang, leuchtet eine "entschwindende" Mauer (Vanished Berlin Wall). Aber nur bis zum 9.November, dann soll sie fallen wie ihr historisches Vorbild im Jahre 1989.

Diese Mauer besteht aus durchsichtiger Folie, in die Fäden und Stoffstücke in Neonfarben eingearbeitet sind. Von innen angestrahlt, fängt die Mauer an zu fluoreszieren. Die südkoreanische Künstlerin Sook Lee, die mit Zähigkeit ihr Kunstprojekt durchgesetzt hat, will damit ein Zeichen setzen für das immer noch geteilte Korea. In die Stoffbahnen hat sie die Namen von 5000 Koreanern eingefügt, deren Familien durch die Teilung ihres Heimatlandes getrennt wurden.

Das Brandenburger Tor ist der Ausgangspunkt für unseren heutigen Rundgang, der uns über die Ministergärten mit ihren Landesvertretungen und den Potsdamer Platz bis zum Anhalter Bahnhof führt. Bevor wir den Platz hinter dem Brandenburger Tor verlassen, erleben wir dort einen "Fahnenappell", die Flaggen werden eingeholt, wobei der Mitarbeiter auf Befragen die Flaggen den richtigen Ländern zuordnen kann. (Anders als ich es bei einer Stadtrundfahrt in New York erlebte, als die Stadtführerin die deutsche Flagge am Waldorf-Astoria-Hotel nicht erkannte und ihre Frage an die Teilnehmer nach kurzer Diskussion von einem Australier mit "East Germany" beantwortet wurde).

Am Potsdamer Platz bröckeln die Fassaden. Ab und zu fällt von dem gläsernen Bahntower oder der Backsteinfassade des Kollhoff-Hauses eine Glasplatte oder ein Ziegelstein herunter. Deshalb hat man den Kollhoff-Bau mit einem Gerüst als Fußgängerschutz umgeben, das sieht aus wie eine Hutkrempe. Ansonsten wird hier am Platz der Weihnachtsmarkt vorbereitet und eine Rodelbahn aufgebaut, für die 100 Tonnen Schnee aus dem Salzburger Land herangeschafft wurde. Wie muss man sich das bei Temperaturen über Null vorstellen, in Kühlwagen ?

Die Giraffe am Sony-Bau ist aus Legosteinen gebaut, im Haus gibt es ein Legoland, nein, ein "Lego Discovery Centre" mit Drachenburg, Dschungelexpedition, Miniland (Berlin in Legogröße) und 4D-Kino. In zwei Stunden soll man hier schauen und bauen können, bevor einem das Knacken der Steine über ist.

Die Suche nach einem passablen Restaurant wird immer schwieriger, je weiter man in die Stresemannstraße vordringt. Den dritten Italiener nehmen wir schließlich, aber Soße unter den Bandnudeln ist wässrig und es erfordert den ganzen Einsatz, der jungen Bedienung ein Lächeln abzuringen.



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Magische Lichterflut
Mitte ist Licht