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Auf der Elefantenpirsch


Stadtteil: Friedrichshain
Bereich: Königstor
Stadtplanaufruf: Berlin, Georgenkirchstraße
Datum: 4. April 2005

Wir sind nicht wirklich auf der Elefantenpirsch, aber wenn man gerade aus Südafrika zurück ist, fällt einem natürlich jeder Elefant -und sei es an einem Brunnen im Volkspark Friedrichshain - sofort ins Auge.

Unser Ziel ist die Winterkirche St.Bartholomäus an der Georgenkirchstraße. Diese Straße ist ein Zentrum der evangelischen Kirche, der Bischof sitzt hier, der Flüchtlingsrat, der Sektenbeauftragte, der Landeskirchenmusikdirektor, das Missionswerk. Hinter der Fassade des alten Backsteinbaus verbirgt sich im Innenhof ein modernes Gebäude, das mit seiner geschwungenen Glasfassade dem Innenministerium in Moabit ähnelt, ohne dessen Dimension zu erreichen. Nur die Georgenkirche suche ich vergebens, vielleicht ist sie in der ganzen Kirchenverwaltung untergegangen.

Und warum heißt die Winterkirche Winterkirche ? Die Berliner Morgenpost berichtete am 1.4.1999: "Nur einmal im Jahr zu Weihnachten fand dort der Gottesdienst statt. Die Gemeinde konnte es sich nicht leisten, ihr Haus den ganzen Winter über zu beheizen." Das wird aber wohl kein Aprilscherz gewesen sein? Auf jeden Fall läuteten Ostern 1999 erstmalig wieder die Glocken in dieser Kirche.

Die Friedenstraße und die Höchste Straße (beide werden wirklich so geschrieben) rahmen die Kirche ein. Da die Straße zu Tal geht, kann ihr Name wirklich etwas damit zu tun haben, dass sie (hier) die höchste ist. Vor der Kirche an der Straße am Friedrichshain steht das Denkmal für den ersten Soldaten, der 1813 in den deutschen Befreiungskriegen gefallen ist. Ein antiker Helm steht auf einem Sockel mit Inschrift, aber die Wahrheit ist hier nicht angeschrieben: dass man sich erst 100 Jahre später, 1913 daran erinnerte und das Denkmal errichtete, als man neues Kanonenfutter für den 1.Weltkrieg brauchte.

Und dann noch im Park am Friedrichshain das etwas lächerlich wirkende Denkmal für die Interbrigadisten 1936-1939: Mit der Faust vor dem Auge und dem Schwert über dem Rücken ist wohl schlecht kämpfen, sei es in Spanien oder anderswo. Wie wird man einmal die digitalen Krieger der modernen Zeit darstellen, mit dem Finger an einem Joystick ? Aber gottlob gibt es hier auch eine friedliche Wasserfläche, die dank einem unbekannten Sponsor das Wasser im Überfluss über Kaskaden rinnen lässt.

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Die Antwort einer Zeitzeugin auf diesen Bericht finden Sie hier im Forum: Friedrichshain, Auf der Elefantenpirsch (4.4.2005)

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Ein Park am Gleisdreieck
Am Wasser